Propstei Johannesberg
ganzjährig geöffnet
Die barocke Kirchen- und Schlossanlage Johannesberg geht auf eine Gründung des Fuldaer Klosters von 811 zurück. Ursprünglich Pilgerzentrum und unter Rabanus Maurus Nebenkloster, durchlief sie zahlreiche Umbauten: Auf die karolingische Johanneskirche folgte um 1000 eine Pfeilerbasilika, nach einem Brand um 1190 entstand das romanische Portal, später eine spätgotische Kirche. Mit dem Ende des Klosterlebens im Dreißigjährigen Krieg wurde Johannesberg Propstei und Verwaltungszentrum. Die heutige Gestalt prägen der barocke Kirchenbau (1686–1691) und die umfassenden Umgestaltungen des 18. Jahrhunderts unter Konrad von Mengersen, einschließlich des weitgehend original erhaltenen „Roten Baus“ mit Festsaal. Die geplante Gartenanlage mit Terrassen und Blickachsen blieb nur teilweise ausgeführt. Nach der Säkularisation 1802 diente der Komplex lange als Staatsdomäne. Seit den 1970er Jahren wurde er grundlegend restauriert und beherbergt heute Einrichtungen der Denkmalpflege sowie die weiterhin genutzte Propsteikirche.