Schlosspark Biebrich
Schlosspark Biebrich
Außengelände frei zugänglich
Der Biebricher Schlosspark in Wiesbaden erstreckt sich schmal und langgestreckt hinter dem Barockschloss am Rhein und vermittelt geschickt Weite. Anfang des 19. Jahrhunderts wandelte Friedrich Ludwig von Sckell den zuvor barocken Garten in einen Englischen Landschaftsgarten um, der Naturnähe und kunstvolle Komposition vereint. Auf 31 Hektar entstanden geschwungene Wiesentäler, sanft ansteigende Wege und Sichtachsen bis ins Taunusgebirge. Die Mosburg, ein neugotisches Lusthaus, setzte romantische Akzente. Hofgärtner und Oberstallmeister unterstützten Sckell bei der Umsetzung. Später ergänzte Carl Friedrich Thelemann die Anlage um exotische Treibhäuser, prachtvolle Pflanzen und eine Grotte mit maurischem Kiosk, deren Teile heute verloren sind oder in Frankfurts Palmengarten weiterbestehen. Der Park gilt als Raumkunstwerk, das Besucher:innen eine harmonische Verbindung von Landschaft, Architektur und Aussicht vermittelt und die Kunstfertigkeit des Englischen Landschaftsgartens in Deutschland exemplifiziert.