Schloss Hirschhorn
tgl 7:00-20:00 h;
Außengelände frei zugänglich
Die Burg Hirschhorn im Neckartal entstand Mitte des 13. Jh. auf einem Bergrücken zwischen Neckar- und Finkenbachtal als Herrschaftssitz der Herren von Hirschhorn. Die ursprüngliche Kernburg um Bergfried, Wohn- und Wirtschaftsbauten sowie Schildmauer nahm nur etwa ein Zwölftel der heutigen Fläche ein. Im 14. Jh. erfolgte der Ausbau, 1350 wurde die Burgkapelle geweiht, deren Nordwand mit Fresken aus der Leidensgeschichte Christi erhalten ist. Die Anlage wuchs zu einem kleinen Kosmos mit Rittern, Burgpersonal, Stallungen, Schmiede und Backhaus. Im 16. Jh. wandelte sich die Burg zunehmend zu einem repräsentativen Schloss, u. a. mit Gartenanlagen und dem Renaissancebau „Hatzfeldbau“. Nach Aussterben der Hirschhorner gelangte die Anlage an Mainz und ab 1803 an Hessen-Darmstadt. Restaurierungen ab dem 19. Jh. und jüngste denkmalpflegerische Maßnahmen haben Fassade, Innenräume und Architekturmalereien wieder sichtbar gemacht. Heute präsentiert sich Schloss Hirschhorn als lebendiges Zeugnis seiner wechselvollen Bau- und Nutzungsgeschichte, inklusive standesamtlicher Nutzung der Burgkapelle.