Burgruine Oberreifenberg
Außengelände frei zugänglich, Turm s. Website
Die Ruine Reifenberg in Oberreifenberg ist die höchstgelegene mittelalterliche Burg im Taunus und ein markantes Wahrzeichen über 600 m Höhe. Ursprünglicher Stammsitz der kriegerischen Familie Reiffenberger, entstand sie vermutlich im 13. Jh.; urkundlich wird sie erstmals 1331 erwähnt. Die Ganerbenburg erstreckte sich einst über 25.000 m² und bestand aus einer dreiteiligen Kernburg mit Vorburg, Ringmauer und Zwinger. Trotz mehrfacher Zerstörungen wurde sie immer wieder aufgebaut, zuletzt noch im 16. Jh. als „festes Berghauß“ dokumentiert. Im Pfälzischen Erbfolgekrieg 1689 wurde sie nach Aussterben der Familie endgültig geschleift. Heute sind Teile der Wehranlage, der Bergfried, eine vier Meter dicke Schildmauer mit Rundtürmen, ein Kirchenkeller und ein schlanker, sechsstöckiger Wohnturm erhalten. Von der Plattform des Bergfrieds eröffnet sich ein weiter Blick über das obere Weiltal bis zum Großen Feldberg. Die Ruine erzählt von militärischer, ziviler und sakraler Nutzung über Jahrhunderte hinweg.