Burgruine Merenberg
rund um die Uhr
Die Ruine der Gipfelburg von Merenberg auf einem markanten Basaltkegel ist das Wahrzeichen der Stadt. Sie war Stammsitz des mittelalterlichen Adelsgeschlechts von Merenberg, das durch kluge Heiraten Einfluss in europäische Adelshäuser gewann. Erste urkundliche Erwähnung eines „Hartrudus de Marinberg“ datiert auf 1129; sein Nachkomme Hartrad VI. sicherte 1326 die Erbfolge seiner Töchter und leitete so den Übergang der Herrschaft an die Linie Nassau-Weilburg ein, aus der im 19. Jh. die Großherzöge von Luxemburg hervorgingen. Die Burg, strategisch an der alten Handelsstraße Frankfurt–Siegen–Köln gelegen, bot Schutz, Wegezoll und Basis für Aufstieg und Macht der Familie. 1646 im Dreißigjährigen Krieg zerstört, blieb sie Ruine. Erhalten sind Teile der Außenmauern, Kellerräume, der dreistöckige Palas und der 22 m hohe runde Bergfried, der heute als Aussichtsturm einen weiten Blick ins Lahntal bis zum Feldberg bietet. Ein Plateau markiert die vermutliche Lage von Vorburg und Zwinger.