Burgruine Geroldstein

© Staatliche Schlösser und Gärten Hessen

Burgruine Geroldstein

Adresse
65321 Heidenrod-Geroldstein
Web
Öffnungszeiten

nicht zugänglich

Sparte
Geschichte
Kategorie
Burgen & Schlösser, Gärten & Parks
Träger
Staatliche Schlösser und Gärten Hessen
Gegründet
1215
Ort
Rheingau-Taunus-Kreis
Beschreibung

Die Burgruine Geroldstein thront auf einem steilen Felsvorsprung über der Wisper im Rheingau-Taunus-Kreis. Erbaut Ende des 12. Jh., erstmals 1215 als „Gerardstein“ erwähnt, diente sie als Stammsitz der Familie von Geroldstein, die eng mit den mächtigen Grafen von Katzenelnbogen und dem Erzstift Mainz verbunden war. Die Spornburg sicherte wichtige Verbindungswege und war durch den steilen Geländeabfall von drei Seiten geschützt; ein Halsgraben trennte die vierte Seite vom Berg. Von der Anlage sind die Bruchsteinreste der zweieinhalb Meter dicken Schildmauer, ein kleines Eingangstor, ein rechteckiger Turm, ein siebeneckiger Bergfried und das Fundament eines weiteren Turms erhalten. Ab 1390 wurde Burg Haneck Hauptsitz der Familie, die im 16. Jh. ausstarb. Geroldstein war bereits um 1585 verfallen. Die Reste lassen heute nur begrenzt Rückschlüsse auf Ausdehnung und ursprüngliche Gestalt zu, zeugen aber vom Aufstieg und Einfluss der einst regional bedeutsamen Familie.