Burgruine Altweilnau
geöffnet 1. April bis zum 31. Oktober
Über dem historischen Ortskern von Altweilnau erhebt sich der Bergfried der gleichnamigen Burgruine, deren Ursprünge um 1200 liegen. Von den einst sieben Türmen der Höhenburg sind heute nur Reste erhalten: der knapp 18 m hohe runde Bergfried mit Kuppelgewölbe, Teile der Ringmauer mit Schalenturm sowie der Halsgraben. Die Grafen von Diez errichteten die Anlage mit zahlreichen Räumen – darunter Junkerkammer, „gewelbte Stube“ und Herrengemach – und nutzten sie bis 1563 selbst oder über Burgmannen. Danach wurde die Burg schrittweise aufgegeben und war spätestens 1608 unbewohnbar; Kriegsfolgen und Abbruch beschleunigten den Verfall. Dendrochronologie datiert den Bergfried exakt auf 1203/04. Zwischen 1980 und 1986 wurde die Ruine umfassend restauriert, etwa die Mauerstärke des spätmittelalterlichen Torturms von 1340. Heute betreut ein Förderkreis das Denkmal und eröffnet Besucherinnen und Besuchern Einblicke in die Geschichte der staufischen Epoche.