Bergpark Villa Anna
April−Okt.: Sa, So, Feiertagel 10−17 Uhr
Eingebettet in die steilen Hänge des Taunus liegt ein Juwel der Gartenkunst: der Bergpark Villa Anna. Benannt nach Anna von Neufville (1860–1896), ließ sie gemeinsam mit ihrem Ehemann Alfred ab 1885 diesen beeindruckenden Landschaftspark anlegen, um die reine Bergluft zu genießen. Auch wenn dem Paar nur wenige Jahre in ihrem Refugium vergönnt waren, bezaubert ihr Erbe bis heute.
Der Frankfurter Gartendirektor Andreas Weber schuf auf zehn Hektar – vermutlich unter Mitwirkung des berühmten Heinrich Siesmayer – eine Anlage von seltener Vielfalt. Beim Aufstieg eröffnen sich stetig neue Perspektiven: Bizarre Felsformationen wechseln sich mit idyllischen Wiesenmulden ab, während exotische Solitärbäume markante Akzente setzen. Kunstvolle Sichtachsen lenken den Blick über die Burgruine von Alt-Eppstein hinweg bis weit in die Gipfel des Hochtaunus.
Der Park ist nicht nur ein Ort der Erholung, sondern auch ein Zeugnis des großbürgerlichen Landlebens vor dem Ersten Weltkrieg. Davon künden die repräsentative Villa Anna, der markante Kavaliersbau sowie fantasievolle Bauten wie das Schweizer Haus, das Gartenblockhaus und die künstliche Ruine. Seit 2012 beherbergt das Anwesen eine Einrichtung der stationären Jugendhilfe. Der 1933 von der Stadt erworbene Neufvilleturm dient als Aussichtspunkt; sein Erhalt wird seit 2019 durch die engagierte Neufvilleturm-Stiftung sichergestellt. Die liebevolle Pflege des Parks liegt heute in den Händen des Verschönerungsvereins Eppstein.