Schlosspark Bad Homburg
Sommer bis 20.30 Uhr Winter bis Einbruch der Dunkelheit Die Schlösserverwaltung bietet ein umfangreiches Führungs- und Veranstaltungsprogramm, Infos unter www.schloesser-hessen.de
Auf 13 Hektar vereint der Schlosspark Bad Homburg Gartenstile aus mehreren Jahrhunderten, geprägt durch verschiedene Generationen von Landgrafen bis hin zu preußischen Königen und deutschen Kaisern.
Die Geschichte begann 1680 unter Landgraf Friedrich II., der mit dem Bau des repräsentativen Schlosses auch die Anlage des Gartens initiierte. Aus dieser Zeit stammt die Orangerie im Norden, die noch heute eine stattliche Sammlung exotischer Pflanzen beherbergt.
Ihre heutige Gestalt erhielt die Anlage maßgeblich durch Landgraf Friedrich V. Ludwig und Landgräfin Karoline. Letztere ließ bereits 1771 den ehemaligen Weinberg in ein Boskett (waldartige Partie) umwandeln, dessen geschwungene Wege Spaziergänger den Hang hinabführen. Im ehemaligen Steinbruch, bekannt als „Goethes Ruh‘“, lädt eine Schmuckpartie mit kleinem Häuschen zum Verweilen ein.
Unterhalb des Schlosses erstreckt sich der Ende des 18. Jahrhunderts nach englischem Vorbild gestaltete Landschaftspark. Am höchsten Punkt im südwestlichen Bereich thront der Tempel der Pomona, der ein Museum zur historischen Obstkultur verbirgt und über den nahe gelegenen „Herrschaftlichen Obstgarten“ wacht.
Ab 1866 wurde das Schloss zur beliebten Sommerresidenz der preußischen Könige. Vor allem Wilhelm II. prägte den Obergarten durch die Anlage von Teppichbeeten nach Plänen von Hofgärtner Georg Karl Merle. Als lebendige Erinnerung an frühere Zeiten stehen dort noch heute die mächtigen Zedern, die 1818 anlässlich der Hochzeit von Friedrich VI. Joseph mit der englischen Prinzessin Elizabeth aus Kew Gardens in London nach Homburg gelangten.