Schlossgarten Dieburg

© Winfried Eberhardt
Kostümführung, © Stadt Dieburg

Schlossgarten Dieburg

Adresse
Konrad-Adenauer-Straße, 64807 Dieburg
E-Mail
kultur@dieburg.de
Web
Öffnungszeiten

täglich geöffnet

Eintrittspreise
Eintritt frei
Sparte
Geschichte
Kategorie
Burgen & Schlösser, Gärten & Parks
Träger
Stadt Dieburg
Gegründet
1716
Ort
Kreis Darmstadt-Dieburg
Beschreibung

Ein Spaziergang entlang der Ulmenallee führt auf eine idyllische Insel zwischen Gersprenz und Herrngraben. Hier beginnt der französische Park, den Johann Philipp Ernst von Groschlag (1650–1716) repräsentativ vor den Toren Dieburgs anlegen ließ.

Der Gestalter Johann Ludwig Petri baute den Garten nach dem Vorbild des Schlossparks von Versailles. Die 1997 neu gepflanzte Allee aus Schnittkronen-Linden gibt heute wieder den Blick auf den markanten Trapezteich und das "Tempelchen" frei. Während Groschlag noch den Bezug zum benachbarten Schloss Stockau vermisste, nahm sein Sohn Philipp Karl Anton die Achse später auf. Er richtete die „holländische Partie“ auf einen Obelisken aus, der noch heute in der Ferne zu bewundern ist. Die Idee der umlaufenden Kanäle brachte er von seinem Studium aus Leiden mit nach Dieburg.

Enkel Karl Friedrich Willibald erweiterte die Anlage schließlich um einen klassischen Englischen Landschaftsgarten, der vom Gartentheoretiker Christian Cay Lorenz Hirschfeld hoch gelobt wurde.

Die Besonderheit des Dieburger Schlossgartens ist das Nebeneinander dieser drei unterschiedlichen Stilrichtungen. Die Stadt Dieburg, die das Areal bereits 1863 erwarb, hat den größten Teil der Flächen über die Jahrhunderte zusammengehalten. So sind die Achsen der barocken Gärten noch heute nachvollziehbar.

Seit 1988 widmet sich die Stadt der Aufgabe, dieses einzigartige Gartenerbe zu erhalten. In mehreren Schritten werden historische Strukturen ergänzt. Die französische Hauptallee wurde wiederhergestellt und führt zum erneuerten Trapezteich mit seiner Fontäne. Auch die Querallee wächst heran und wird in den nächsten Jahren zu einer prächtigen Promenade.