Rothschildpark
täglich geöffnet
An einer der besten Adressen Frankfurts, der Bockenheimer Landstraße, erwarb Amschel Mayer von Rothschild 1816 die ersten Grundstücke. Das bestehende Gartenhaus ließ er durch Friedrich Rumpf zu einem prächtigen klassizistischen Palais ausbauen. Der nach und nach erweiterte Besitz erreichte 1855 seine größte Ausdehnung. Trotz der herausfordernden schmalen Grundrissform schufen die Gartengestalter einen exquisiten Englischen Landschaftsgarten, komplett mit einem zentralen Hügel, einer gotischen Ruine und einem Weiher.
Die idyllische Nutzung endete jäh im Jahr 1938, als die Familie den Besitz unter nationalsozialistischem Druck unter Wert an die Stadt verkaufen musste. Bomben zerstörten im Zweiten Weltkrieg das Palais und große Teile der Anlage. Aus seinem Dornröschenschlaf wurde der Park erst mit der umfassenden Sanierung im Jahr 2010 geweckt.
Heute erstreckt sich die denkmalgeschützte Anlage wieder über 4,5 Hektar. Verschlungene Wege führen durch neu angelegte Rasenflächen, vorbei an restaurierten Elementen wie dem neugotischen Turm und einem ansprechenden Spielplatz. Unverändert strahlen Georg Kolbes sieben bronzene Figuren des „Rings der Statuen“ Ruhe und Harmonie aus – ein Ort der Erholung inmitten der Großstadt.