Rosengarten Burg Eltville
Außenanlagen, Rosengarten
April−Okt.: 9.30−19 Uhr
Nov.−März: 10−17 Uhr
Tourist-Information, Museum im Burgturm, Burgladen
April−Okt.: 10.30−17 Uhr
Museum im Burgturm: mit Eintritt
Schon Ende des 19. Jahrhunderts erlangte Eltville, die älteste Stadt im Rheingau, Weltruf als Rosenstadt. Begründet wurde dieser Ruhm 1871 durch Carl Schmitt, dessen Rosenschule jährlich über eine halbe Million Pflanzen kultivierte und sogar den russischen Zarenhof in St. Petersburg belieferte. Nach einer ruhigeren Phase in der Nachkriegszeit war es Stadtgärtner Reinhard Pusch, der in den 1960er-Jahren die Rosenpracht zurück in die Gassen und an das Rheinufer brachte.
Heute verwandeln über 20.000 Rosenstöcke und hunderte Sorten die Stadt jedes Jahr in ein duftendes Blütenmeer. Dank des milden Rheingauer Klimas beginnt die Hauptblüte meist schon Anfang Juni. Ein besonderes Augenmerk liegt heute auf der Nachhaltigkeit: Der Rosengarten wird rein ökologisch bewirtschaftet. Anfällige Pflanzen werden behutsam durch resistente Sorten ersetzt, ohne dabei den Bestand der historisch wertvollen Raritäten zu gefährden.
Das Herzstück der Anlagen bildet die Kurfürstliche Burg. Vom Oberen Burghof führt der Weg zur Rosenterrasse, die einen spektakulären Blick über den parkähnlichen Garten bietet. Im historischen Turm finden Besucher die Tourist-Information Eltville, die neben Tipps auch regionale Souvenirs bereithält. Über den Wehrgang gelangt man in den Amtsgarten, wo schattige Linden und die berühmte „Rosenrosette“ zum Verweilen am Rhein einladen. Ein kurzer Abstieg führt in den Burggraben und schließlich direkt auf die wunderschöne, autofreie Rheinuferpromenade.