Peterskirchhof
Peterskirchhof
täglich geöffnet
Der Peterskirchhof, 1453 als kleiner Friedhof rund um die spätmittelalterliche Peterskirche im Norden der Frankfurter Altstadt gegründet, entwickelte sich nach der Reformation zur zentralen Begräbnisstätte für Lutheraner und Reformierte. Als ältester erhaltener christlicher Friedhof der Stadt beherbergt er rund 200 Epitaphien aus der Zeit zwischen dem 16. Jahrhundert und 1828. Ein besonderes Highlight ist die Kreuzigungsgruppe des Mainzer Bildhauers Hans Backoffen an der Stephanstraße. Während entlang der Mauern prachtvolle Grabmäler bedeutender Frankfurter Bürger von der Stadtgeschichte erzählen, sind die Spuren der ‚Gemeinen‘ im Mittelfeld längst verweht. Nach seiner Schließung gestaltete der Gartenarchitekt Sebastian Rinz das Areal im Stil eines Englischen Landschaftsgartens um. Heute kontrastiert der rote Sandstein der Grabfragmente mit dem hellgrauen Lahnmarmor der kunstvollen Schrifttafeln, deren persönliche Inschriften und Verse eine besondere Herzlichkeit ausstrahlen. 2017 wurde der geschichtsträchtige Ruhegarten grundlegend saniert: Ein Staudenband sowie Markierungen im Pflaster machen die ursprüngliche Ausdehnung des Friedhofs heute wieder erlebbar.