Die Kulturinitiative Rhein-Main (kirm) wurde 1998 gegründet, um in der Rhein-Main-Region eine Lobby für die Kultur zu schaffen. Zu den Mitgliedern der kirm zählen Leiter von Kulturinstitutionen, Unternehmen, Kommunen, kulturpolitisch Verantwortliche sowie kulturpolitisch interessierte und engagierte Einzelpersonen. Seit ihrem Bestehen organisiert die kirm für ihre Mitglieder regelmäßig Sonderveranstaltungen in Kultureinrichtungen der Rhein-Main-Region.

Seit Ende 2005 haben sich in der Folge von Gesprächen mit Kommunalpolitikern 32 Gemeinden, Landkreise und der Regionalverband FrankfurtRheinMain zur KulturRegion FrankfurtRheinMain Gmbh zusammengeschlossen. Die Kultur GmbH organisiert und sichert seither regionübergreifende Projekte wie Route der Industriekultur, Garten Rhein Main, Geist der Freiheit – Freiheit des Geistes und Festspielbroschüren, die durch die kirm initiiert worden sind.

Die ehrenamtlich tätige kirm konzipiert und organisiert auch Tagungen und Veranstaltungen zu aktuellen Themen (wie z.B. 2009 zur Restitution) und nimmt Stellung zu kulturpolitischen Fragen von zentraler Bedeutung für die Region (wie z.B. zum Gesetzesentwurf über die Metropolregion). Um die Aktivitäten der kirm zukünftig in der Rhein-Main-Region breiter aufzustellen, wird aktuell am Aufbau von Arbeitskreisen zu verschiedenen Kultursparten gearbeitet. Bisher wurden der Arbeitskreis Museen und der Arbeitskreis Musik gegründet.

Was wir wollen

Das Rhein-Main-Gebiet ist eine der wirtschaftlich erfolgreichsten Regionen Europas. Das kulturelle Angebot der staatlichen, kommunalen und privaten Einrichtungen kann zwar mit Stolz auf Spitzenleistungen verweisen, bildet jedoch keine Einheit und steht in der öffentlichen Wertung deshalb deutlich hinter der wirtschaftlichen Bedeutung dieser Region zurück. Auch gibt es bis heute in der gesamten Region keine gemeinsame starke Lobby für Kultur. Dies gilt für die politische Ebene wie auch für das allgemeine bürgerschaftliche Engagement. Die Verantwortlichen der Kulturinstitutionen und die in den kulturellen Initiativen engagierten Bürgerinnen und Bürger sind nach außen hin nicht als solidarische Gemeinschaft erkennbar. Noch spricht man nicht mit einer Stimme.

Dieses Fehlen eines Kultur-Selbstbewusstseins der Region führt selbstverständlich auch dazu, dass die wirtschaftlichen Ressourcen für Kultur im öffentlichen Bereich nahezu ohne Protest immer mehr schrumpfen, und das bürgerschaftliche Engagement in der Rhein-Main-Region hinter anderen Metropol-Regionen weit zurückhängt. Wir, die Kulturinitiative RheinMain, glauben an die Chance, die Identität der Region durch kulturelle Aktivitäten fördern und fordern zu können. Wir sind davon überzeugt, dass eine Solidarität der für Kultur engagierten und an ihr interessierten Menschen der Rhein-Main-Region geschaffen werden muss.

Wer wir sind

Wir sind zu einem großen Teil Leiterinnen und Leiter von Kulturinstitutionen, darüber hinaus kulturpolitisch und kulturell Engagierte in den Städten Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt und der diese drei Städte umgebenden Rhein-Main-Region. Wir haben uns zusammengefunden, weil wir nicht länger tatenlos der Stagnation der kulturellen Ressourcen der Rhein-Main-Region zusehen wollen.

Unsere erste gemeinsame Initiative war die Formulierung des "Darmstädter Manifestes". Mit dieser öffentlichen Erklärung haben wir unser Selbstverständnis von Kultur, aber auch unsere Forderung nach einer modernen Form staatlicher Unterstützung der Kulturinitiativen niedergelegt. Die steuerliche Förderung von Stiftungen und Vermächtnissen zugunsten der Kultur bleibt für uns ein zentrales Anliegen. Das Darmstädter Manifest war von mehr als 300 Verantwortlichen in Kulturinstitutionen aus der ganzen Bundesrepublik unterzeichnet worden.

Erstunterzeichner dieses Manifests haben sich nun entschieden, ihre Zusammenarbeit zu intensivieren. In einem Aktionsbündnis soll ein Sprachrohr für die Kultur in der Rhein-Main-Region geschaffen werden. Dieses Aktionsbündnis will und soll ein Pendant zur "Wirtschaftsinitiative Metropolitana FrankfurtRheinMain" sein. Denn wir sind davon überzeugt, dass nur eine Beachtung beider Aspekte, sowohl der Kultur als auch der Wirtschaft, für die hier wohnenden Bürgerinnen und Bürger und für die zahlreichen Menschen attraktiv ist, die diese Region aus geschäftlichen oder touristischen Gründen aufsuchen.

Die "Kulturinitiative RheinMain" ist ein eingetragener Verein. Mitglied kann jede natürliche Person ab dem vollendeten 18. Lebensjahr werden. Zudem steht die Kulturinitiative allen juristischen Personen und Firmen offen, die das Anliegen der Kulturinitiative fördern wollen.

Was wir tun

In absehbarer Zeit wollen wir eine Selbstdarstellung der Kulturinstitutionen des Rhein-Main-Gebietes als Werbung für die Kulturlandschaft Frankfurt/Rhein-Main herausgeben.

Wir wollen Katalysator für das Entstehen eines "Kulturkalenders RheinMain" werden und regelmäßig über herausragende kulturelle Ereignisse im Rhein-Main-Gebiet berichten.

Ein weiteres Ziel der Kulturinitiative RheinMain ist es, regelmäßig mit den politisch Verantwortlichen der Region, insbesondere den für Kultur Verantwortlichen, in einen Gedankenaustausch zu treten. In diesem Zusammenhang sollen auf der Ebene regionaler Solidarität diejenigen gestärkt werden, die in den politischen Parteien für Kulturpolitik zuständig sind. Aber auch den kulturellen Forderungen, die ein beachtlicher Teil der Bürgerinnen und Bürger dieser Region an die politischen Entscheidungsträger stellt, wollen wir Gehör verschaffen.

Auf längere Sicht hoffen wir, in Ergänzung zu bestehenden Fördereinrichtungen mit unseren Aktivitäten die Voraussetzungen für die Gründung einer "Bürgerstiftung Kultur" der Rhein-Main-Region schaffen zu können. Diese Stiftung soll ein Dach für Zustiftungen zugunsten selbständiger kultureller Projekte werden. Darüber hinaus sollen mit den Stiftungsmitteln eigene Schwerpunkte entwickelt werden.

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