Volker Stelzmann: Große Konspiration, 2004

Volker Stelzmann: Konspirationen

Ausstellung Kunsthalle Jesuitenkirche, Aschaffenburg, bis 10. Januar 2010

Der 1940 in Dresden geborene Künstler entschied sich 1986, in der Bundesrepublik Deutschland zu bleiben und lehrte bereits zwei Jahre später als Professor an der Hochschule der Künste in West-Berlin. In einem Jahrhundert voller Ismen und Avantgarden ist es schwierig, eine gegenständlich-figurative Position zu vertreten und zu bewahren. Stelzmann gelingt dies in hohem Maße. Die Ausstellung ist eine eigens vom Künstler für den profanisierten Sakaralraum konzipierte Präsentation.

Volker Stelzmann: Straße XVI, 2003Hauptthema des malerischen und grafischen Schaffens von Volker Stelzmann ist der Mensch, dessen Befindlichkeit er im Kontext aller Lebensprozesse immer neu auslotet. Seine Arbeiten bestechen als sachlich-realistische, stimmungs- und bedeutungsvolle Malerei mit gesellschaftspolitischem Hintergrund, wie wir sie von Otto Dix, Christian Schad und George Grosz kennen.

Ein Leitmotiv ist das mehrfigurige Tafelbild, das die Vereinzelung und Vereinsamung, das Einzelkämpfertum der Menschen in der Gesellschaft thematisiert.

Volker Stelzmann: Deposizione II, 1992Seine Tafelbilder faszinieren: In der Formensprache klar, steht er in der Tradition der Neuen Sachlichkeit; wesentliche Einflüsse bekam er auch aus Werken des italienischen Manierismus. Zur Ausstellung ist ein Katalog mit Textbeiträgen von Eduard Beaucamp, Christiane Ladleif und Dieter Ronte erschienen.

Zum Begleitprogramm gehören Führungen, spezielle Workshops für Kinder, Führungen für Senioren sowie für Familien.

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