Heinrich Hoffmann: Struwwelpeter, 1844

Peter Struwwel – Heinrich Hoffmann

Ein Frankfurter Leben 1809 – 1894. Ausstellung Historisches Museum Frankfurt, bis 21. September 2009

Frankfurt am Main veranstaltet den „Heinrich Hoffmann Sommer 2009“. In einer beispiellosen Kooperation mit zahlreichen Partnern deuten von April bis September fünf Sonderausstellungen, eine neue Dauerausstellung und zwei Stadtrundgänge Leben, Werk und Wirkungsgeschichte des herausragenden Frankfurter Psychiaters und Autors ganz neu. Als eine prägende Gestalt der kommunalen Historie war Hoffmann an vielen gesellschaftlichen Debatten beteiligt, sodass seine Lebensgeschichte beispielhaft an viele Schlüsselthemen des 19. Jahrhunderts heranführt.

Das Historische Museum Frankfurt führt den faszinierenden Lebensweg Heinrich Hoffmanns vor Augen. Dabei werden spannende Einblicke in die Geschichte Frankfurts im 19. Jahrhundert geboten. Schwerpunkte sind die Kindheit des Struwwelpeter-Autors, seine Studentenjahre und politische Biografie. Die Tätigkeiten als Arzt und Psychiater werden in ihren sozialen und kulturellen Zusammenhängen präsentiert. Die Besucherinnen und Besucher begegnen dem "geselligen Universalgenie" Heinrich Hoffmann als Kind ebenso wie als Gestalter seiner Zeit. Ein ganz besonderes Highlight der Ausstellung ist das Urmanuskript des Struwwelpeter, das aus Nürnberg nach Frankfurt ausgeliehen wird.

Heinrich Hoffmann: Selbstbildnis, 1872Ob Paulinchen, böser Friederich oder Zappel-Philipp – die Figuren aus Heinrich Hoffmanns Struwwelpeter (Erstausgabe 1845) haben ihren festen Platz im kollektiven Gedächtnis. Die Sonderausstellung im Erdgeschoss des Struwwelpeter-Museums beleuchtet den kulturgeschichtlichen Hintergrund der weltberühmten Episoden: die Geschichten hinter den Geschichten.

Zum 200. Geburtstag des Struwwelpeter-Schöpfers Heinrich Hoffmann wurde das Struwwelpeter-Museum generalüberholt. Eine spannende und attraktiv gestaltete neue Dauerausstellung porträtiert den wegweisenden Bilderbuchautor, Psychiatriereformer, wachen Beobachter der politischen Entwicklungen des 19. Jahrhunderts und überzeugten Frankfurter.

F. K. Waechter: Der Anti-Struwwelpeter, 1982Der Struwwelpeter wirkte mit seinem ersten Erscheinen so kolossal, dass er eine Flut ähnlicher Werke inspirierte. Das Institut für Jugendbuchforschung der Goethe-Universität Frankfurt am Main zeigt in Kooperation mit der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg eine repräsentative Auswahl dieser Publikationen aus den bedeutenden Buchsammlungen der Universitätsbibliothek, des Instituts für Jugendbuchforschung und des struwwelpeter museums.

Eine moderne Version des Struwwelpeter entsteht im Buch- und Ausstellungsprojekt des caricatura. museum frankfurt. Die Autoren Fil und Jakob Hein stellen sich gemeinsam mit dem bekannten Illustrationskünstler ATAK der Aufgabe, eine zeitgemäße Cover-Version des Original-Struwwelpeter zu verfassen. Die Ausstellung präsentiert die besten Arbeiten des Projekts. Zur Ausstellung erscheinen ein 64-seitiger Katalog und ein Hörbuch.

Die Originalzeichnungen von F.K. Waechters "Anti-Struwwelpeter" sind noch bis zum 20.9.2009 im caricatura museum frankfurt zu sehen.

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