Kulturtage
    der Europäischen Zentralbank 2008Kulturtage der Europäischen Zentralbank

Frankfurt, 14. Mai bis 2. Juni 2008

Die Kulturtage der Europäischen Zentralbank sind aus Anlass der Gründung der EZB vor zehn Jahren dieses Mal nicht einem einzelnen Land, sondern der gesamten Europäischen Union mit ihren 27 Mitgliedstaaten gewidmet. Schon mit dem Eröffnungskonzert am 14. Mai wird das Thema der Vielstimmigkeit angeschlagen: Die Volksliedüberlieferung aller 27 EU-Staaten fließt in ein Neuarrangement ein, das die "EuropaChorAkademie" in der Alten Oper Frankfurt aufführt. Bis zum 2. Juni, wenn das Abschlusskonzert mit dem "Chamber Orchestra of Europe" stattfindet, geht es um Mythen, Märchen, Bilder, Gesänge, Geschichten, wie sie von Homer bis zum modernen Kino das europäische Selbstverständnis prägen.

Etta ScolloAuf dem Programm stehen Literatur, Film, klassische Musik, Jazz, Fotokunst,Tanz und Malerei. Die erstmalig stattfindende "Europäische Tanzplattform" bietet Einblick in die junge zeitgenössische Tanzszene Europas. Ein "Märchenfestival" wird mit mehr als 20 Veranstaltungen europäische Phantasiewelten erstehen lassen, und in einer umfassenden Reihe von Lesungen wird die "große Literatur" in "kleinen Sprachen" vorgestellt. Europa lebt von seinen Ideen und Inspirationen: Die Kulturtage 2008 in Frankfurt am Main zeugen davon.

Warum gibt es die Kulturtage der EZB eigentlich? Außerhalb des Finanzsektors wird die EZB in erster Linie – und das klingt in der Tat sehr nüchtern – als Verwalterin und Hüterin des Euro wahrgenommen. Gleichzeitig erleben wir alle täglich die bereichernde Herausforderung, in einem weitgehend grenzenlosen Europa zu Hause zu sein. Angesichts der Notwendigkeit von Integration und kulturellem Austausch ist es der EZB wichtig, Aktivitäten zu unterstützen, die dazu beitragen, das gegenseitige Verständnis der Europäer zu fördern und zu vertiefen, wobei gleichzeitig den nationalen kulturellen Wurzeln Rechnung getragen wird. Dies geschieht übrigens auch durch eine regelmäßige Reihe, in der zeitgenössische Kunst vorgestellt wird. Als europäische Institution sieht sich die EZB in der Pflicht, aktiv zum europäischen Gedanken beizutragen.

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