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Jörg Immendorf: Der Affe und ichGrafiken und Skulpturen. Ausstellung Stadtmuseum Hofheim, bis 24. Februar 2008 "Für mich war und ist der Affe einfach ein zweites Ich. Symbol für Ambivalenz der Künstlerexistenz, der Überzeugung und Selbstzweifel. Er ist albern und weise und steht für Gegensätze. Der Affe erscheint auf meinem Rücken sitzend, und vor mir ist das Bild, das ich male, das er angreift und dann etwas anderes malt oder mich bemalt." (Jörg Immendorff, 1992) Was für Beuys der Hase ist, ist für Jörg Immendorff der Affe: die zentrale Symbolfigur, der wir in seinen Werken immer wieder begegnen. Die großen Themen, die seine monumentalen Gemälde bestimmen, sind auch in seinem grafischen Werk, meist Linolschnitte, Siebdrucke, Lithografien und Radierungen, zu finden: die politische Situation des geteilten Deutschlands, die Wiedervereinigung des Landes, die Kunst der Moderne und seine eigene Rolle als Künstler im Kontext von Kunst und Geschichte. Der "Maleraffe" dient Immendorff dabei als Parodie seines Selbst, als Zurücknahme seines eigenen Künstleregos. Ebenso wie die "Malerbiene", ist der Affe eine Facette seines Alter Ego, repräsentiert den Künstler und agiert in den Bildern an seiner Stelle. Er ist albern und weise zugleich, ist Kontrollinstanz und Antrieb.
Der Affe ist eines der polysemantisch aufgeladensten Tiersymbole und stellt mal die teuflische, mal die göttliche Signatur des Künstlers dar. Der Affe ist Maske des Ideals künstlerischer Genialität und gleichzeitig Sinnbild animalischer Triebhaftigkeit, ist Symbol des genialen Dilettanten, des (selbst)ironischen Spötters und Nachäffers der Schöpfung gleichermaßen. Der Mensch als Künstler ist nichts weiter als der nachahmende Affe der göttlichen Schöpfung.
Das umfangreiche Rahmenprogramm bietet Vorträge und Führung und für Kinder und Jugendliche auch Workshops. |
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