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32. Fränkische Musiktage – Festival der JungenMusik über Grenzen. Der deutsche Sprachraum und seine östlichen Nachbarn, Partnerland: Slowenien. Alzenau und Region, 18. Oktober bis 26. November 2007 Thematisch baut das Festival auf der letztjährigen Ausgabe auf, die "Musik im deutschen Sprachraum" beleuchtete, den Fokus also auf den Einfluss von Sprache – in diesem Fall der deutschen – auf die Musik richtete. " Musik über Grenzen – Der deutsche Sprachraum und seine östlichen Nachbarn" blickt nun auf eine Region, die bis hin zur Zweisprachigkeit über viele Jahrhunderte von der deutschen Sprache beeinflusst war wie kein anderes Nachbarland. Die Betrachtung verspricht interessante Einblicke in eine wechselvolle Kulturgeschichte, die sich in unterschiedlichsten politischen Verhältnissen vollzogen hat. Als Partnerland konnte Slowenien gewonnen werden. 13 Konzerte in Alzenau und fünf weitere Veranstaltungen in der Region spannen einen Bogen von der Literatur über Kammer- und Chormusik bis zur Symphonik und Folklore..
Als neue Spielstätte wird das schmucke Casino der Firma Applied Materials erstmals vorgestellt. Der mit zahlreichen Architekturpreisen ausgezeichnete Bau von Günter Behnisch bietet das reizvolle Ambiente für einen Jazz-Brunch (11.11., 11 Uhr). Das Chor- Orchesterkonzert (17.11. Wallfahrtskirche Kälberau) wird traditionell vom Süddeutschen Kammerchor gestaltet (Bruckner Requiem d-Moll). In diesem Jahr wird auch der Chor der Musikakademie Ljubljana mitwirken, der außerdem am 14.11. in St. Justinus mit einem a cappella-Programm zu hören ist. Das Eröffnungskonzert (20.10., 19 Uhr Prischoßhalle) ist wieder vornehmlich Alzenauer Kräften vorbehalten. Als Gast ist das Folkloreensemble Zerotin aus Stránice (Tschechien) beteiligt. "Zigeuner spiel auf" heißt das Thema, das das befruchtende musikalische Miteinander von Folklore und Klassik beschreibt. Beteiligt sind auch wieder Schulklassen der Jahrgänge 3-6 aus Alzenauer Schulen. Sie werden bei der Uraufführung einer "Kantate nach mährischen Volksliedern" des jungen tschechischen Komponisten Roman Novak mitwirken, die von den Fränkischen Musiktagen hierfür in Auftrag gegeben wurde.
Äußerst prominent ist der Bereich Literatur vertreten. So wird Christian Quadflieg Tolstojs Erzählung "Kreutzer Sonate", verwoben in die gleichnamige Sonate Beethovens und das Streichquartett Janaceks, als neue artifizielle Einheit darstellen. Der Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels 2004 Péter Esterházy wird, umgeben von Kompositionen seines Urahn Pál, Joseph Haydn und Franz Schubert, mit Rezitationen aus seinem Roman „Harmonia Coelestis“ seine Familiendynastie im Wandel vergangener Jahrhunderte beleuchten. |
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