Der Verleger Kurt WolffDer Verleger Kurt Wolff

Ein Literat und Gentleman. Ausstellung in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main, bis 15. Dezember 2007

Kurt Wolffs Lebenswerk umspannt das ganze vergangene Jahrhundert. Bekannt ist er vor allem als Verleger expressionistischer Autoren. Franz Werfel und Georg Trakl, Gottfried Benn und Franz Kafka publizierten ihre frühen Texte in seiner berühmten Reihe "Der jüngste Tag". Mit Gustav Meyrinks "Der Golem" und Heinrich Manns "Der Untertan" gelangen ihm frühe Bestseller. Aber auch Wolffs Zusammenarbeit mit expressionistischen Künstlern wie Oskar Kokoschka, Ernst Ludwig Kirchner, Karl Schmidt-Rottluff und Ludwig Meidner ist Thema der Ausstellung. Viele der im Kurt Wolff Verlag erschienenen Mappenwerke und illustrierten Bücher gehören zu den bedeutendsten buchkünstlerischen Arbeiten des 20. Jahrhunderts. Im amerikanischen Exil gründeten Kurt und Helen Wolff den Verlag Pantheon Books. Mit diesem Verlag machten sie vor allem europäische Künstler und Autoren in den USA bekannt. Dazu zählen unter anderen Boris Pasternaks Roman "Doktor Schiwago" und Günter Grass' "Blechtrommel".

Postkarte von Franz Kafka an Kurt WolffDie Ausstellung würdigt Kurt Wolff als eine Persönlichkeit der deutschen und internationalen Kulturgeschichte im Spiegel von Büchern, Briefen, Fotos, Zeichnungen, Graphiken, Text- und Tondokumenten. Sie setzt Schwerpunkte bei der Darstellung der Familiengeschichte, seinen Verbindungen zu den Expressionisten in Deutschland und Österreich sowie dem von ihm praktizierten Crossover zwischen Literatur und bildender Kunst und seinen vielfältigen Aktivitäten im Exil in Italien, Frankreich und den USA.

Postkarte von Käthe Kollwitz an Kurt WolffMit einer Fülle von Briefen, Fotografien, Büchern, Zeichnungen, Grafiken, Text- und Tondokumenten stellt die Ausstellung das vielfältige Werk der Verlegerpersönlichkeit Kurt Wolff und seiner Frau Helen vor. Die Ausstellung ist eine Kooperation der Deutschen Nationalbibliothek, des Literaturhauses Wien und des August Macke Hauses, Bonn. Sie wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, ein Begleitbuch ist in der Ausstellung erhältlich.

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