Andrew
Hoyem und die Arion Press
36 ausgewählte Bücher, 1976 -2006. Ausstellung im Gutenberg-Museum
Mainz, 28. Februar bis 15. April 2007
Das Gutenberg-Museum feiert dreißig Jahre Arion Press, San Francisco,
einer der weltweit größten Verlage von Künstlerbüchern
und Herausgeber einer großartigen Folio-Bibel. Michael Kimmelmann,
Chef-Kunstkritiker der New York Times, erklärte: "Arion
hat einige der schönsten handgedruckten limited edition-Bücher
der Welt herausgebracht." 36 ausgewählte Bücher der Arion
Press, Marksteine amerikanischer Buchgestaltung, werden in der Ausstellung
im Gutenberg-Museum Mainz vorgestellt. Damit haben europäische Sammler und
Buchfreunde die seltene Gelegenheit, ein umfassendes Spektrum der Werke der
Arion Press sehen zu können, ausgewählt aus dreißig Jahren
Verlagstätigkeit. Als bedeutendste Herausgeberin von fine print-Editionen
in den USA, publiziert die Arion Press von Künstlern gestaltete und illustrierte
Werke der Weltliteratur in limitierten und signierten Ausgaben.
Herausgeber
und Drucker Andrew Hoyem wird zur Eröffnung am 27. Februar um 19 Uhr über
sein Lebenswerk sprechen und steht am 26. und 27. Februar (Montag und Dienstag)
für Gespräche zur Verfügung.
Die handwerklich gedruckten und handgebundene Bücher der Arion Presse werden
von bedeutenden und weltbekannten Künstlern wie Martin Puryear, Robert
Motherwell, Alex Katz, Sol LeWitt, Jasper Johns, Jim Dine, John Baldessari,
R. B. Kitaj, Richard Diebenkorn, Wayne Thiebaud und William T. Wiley mit
Radierungen, Aquarellen und Photographien illustriert.
Die Arion Press wurde 1974 durch den Typographen, Dichter und Drucker Andrew
Hoyem gegründet, mit einer Werkstatteinrichtung und reichen Schriftvorräten,
die bis auf die frühesten Drucker in San Francisco zurückgehen.
In dieser Hinsicht stellt die Arion Press Amerikas letzte umfassende Buchdruckwerkstatt
dar, mit Schriftgießerei, Setzerei, Buchdruckerei und Buchbinderei
unter einem Dach. Der amerikanische "Nation Trust for Historic Preservation"
hat die Werkstätten bereits als "unersetzlichen kulturellen Schatz"
in sein Save America’s Treasures (Bewahre Amerikas Schätze)
- Programm aufgenommen. Die Publikationen der Arion Press werden von Bibliotheken
und Museen gesammelt, u. a. von der British Library, London und dem Museum of
Modern Art in New York, sie wurden geehrt durch Aufnahme in die 100 Bücher
der MOMA-Ausstellung von 1994: "A Century of Artist Books".
Ausgestellt
werden u. a. Arions legendäre handgesetzte Ausgabe von
Herman Melville’s "Moby Dick" (1978), James Joyce’s
"Ulysses" (1984), die "Poems of W. B. Yeats" mit Radierungen
von Richard Diebenkorn (1986), Gedichte von Seamus Heaney mit Illustrationen
von Sol LeWitt (2003) und die in Buchdruck herausgegebene Folio-Bibel. Weitere
literarische Marksteine wie "Paradise Lost" und "Tristram Shandy"
werden gezeigt, neben der Lyrik von Shakespeare, W. B. Yeats, Allen Ginsberg,
Wallace Stevens und Herman Melville, und dramatischen Werken von Tom Stoppard,
Arthur Miller und David Mamet. Unter den neuesten Ausgaben sind Lawrence
Ferlinghettis "A Coney Island of the Mind", illustriert von R. B. Kitaj,
und "Godot", ein von Samuel Beckett inspiriertes Künstlerbuch.
Im Presidio-Nationalpark von San Francisco beheimatet, steht die Arion Press
täglich für Galeriebesuche zur Verfügung und bietet
regelmäßige Führungen durch die historischen Produktionsstätten
an. Ihr Werkstattgebäude hat als Industriedenkmal viele denkmalpflegerische Preise
erhalten.
» zurück
» zum Gutenberg-Museum Mainz