|
|||||||||
|
|
Yves Klein in Frankfurt und WiesbadenSchirn Kunsthalle Frankfurt, 18. September 2004 - 9. Januar 2005, Museum
Wiesbaden, 7. Oktober - 13. März 2005 Olivier Berggruen und Ingrid Pfeiffer, Kuratoren der Ausstellung: „Kleins berühmtes Foto 'Sprung in die Leere', das ihn über einer Straße schwebend zeigt, ist ein Symbol für den Wunsch nach der Aufhebung der Schwerkraft. Darin manifestiert sich Kleins Wille zur Grenzüberschreitung, die sich durch sein gesamtes Werk zieht. Die Ausstellung möchte die ungemeine Vielfalt und den visionären Charakter des als 'Yves, Le Monochrome' in die Geschichte eingegangenen Künstlers vor Augen führen. Einen Aspekt bildet dabei die Beziehung Yves Kleins zu Deutschland, für deren Darstellung zahlreiche Zeitzeugen befragt wurden und für die es gelang, neues und unpubliziertes Material zu sichern.“ Max Hollein, Direktor der Schirn: „Kleins Werk vereint Moderne und Postmoderne und bildet insofern auch die Demarkationslinie zwischen beiden ab: Einerseits verweisen seine Selbstaussagen und sein 'universeller' Anspruch noch auf die moderne Avantgarde von Mondrian bis Malewitsch, andererseits negierte und unterlief Klein schon das klassische Kunstwerk, löste es auf in der Aktion und stilisierte sich als Künstlerpersönlichkeit in einer Weise, die die Strategien Andy Warhols oder Joseph Beuys’ vorwegnahm. Die minutiöse Inszenierung und die Orchestrierung der Rezeption ebenso wie seine Verbindung von Kunst und Wissenschaft machen ihn zu einer heute aktuellen Künstlerpersönlichkeit.“
Die Ausstellung im Museum Wiesbaden (6. Oktober 2004 - 13. März 2005) steht unter dem Titel Wie das Gelsenkirchener Blau auf Yves Klein kam - Zur Geschichte der Zusammenarbeit zwischen Yves Klein und Werner Ruhnau. Anhand von Modellen, Objekten, Fotos, Briefen und originalen Materialien werden Dokumente einer frühen Zusammenarbeit zwischen dem Künstler Yves Klein und dem Architekten Werner Ruhnau präsentiert. Ausgangspunkt dieser Zusammenarbeit, die von 1957 bis 1960 dauerte, waren die Gelsenkirchener Theaterbauten (s. Abbildung), für deren Wände Yves Klein gemeinsam mit Werner Ruhnau riesige blaue Schwammreliefs entwickelte. Als Yves Klein und Werner Ruhnau sich im März 1957 in Paris begegneten, stand Klein noch ganz am Anfang seiner künstlerischen Entwicklung. Drei Jahre später, nach Abschluss des Projekts in Gelsenkirchen, gehörte er zum Zentrum der Pariser Kunstwelt, in seiner Wohnung trafen sich die "Nouveaux Réalistes", er war begehrt und überall gern gesehen. Es muss also einiges geschehen sein in diesen Jahren, die zu großen Teilen durch die Zusammenarbeit zwischen Klein und Ruhnau geprägt waren. Dass diese Zusammenarbeit, die nebenbei bemerkt den einzigen großen öffentlichen Auftrag von Yves Klein zum Thema hatte, bis heute in ihrer Bedeutung kaum untersucht worden ist, erscheint insofern wenig verständlich. Die Ausstellung im Museum Wiesbaden und die dazu erarbeitete ausführliche Dokumentation versuchen nun, diese Lücke wenigstens vom Ansatz her zu schließen. In den angrenzenden Räumen der Kabinett-Ausstellung werden Werke von Peter Roehr, Thomas Bayrle, Blinky Palermo und Jochen Gerz gezeigt. » zurück
|
|
|||||||
|
|
|||||||||
| Suche | Archiv | Kontakt | Impressum | Sitemap | |||||||||