Mathilda is calling

Mathilda is calling – Erinnerung als Zukunft

Institut Mathildenhöhe, Darmstadt, 16. Juli bis 8. Oktober 2006

"Mathilda is calling", die programmatische Eröffnungsausstellung des neuen Direktors der Mathildenhöhe Ralf Beil, konfrontiert den außergewöhnlichen Reichtum des einzigartigen Kulturortes mit künstlerischen Positionen der Gegenwart. Im berühmten Ausstellungsgebäude von Joseph Maria Olbrich entsteht so ein Laboratorium der Erinnerung, das Kunst, Kultur, Design und Architekturgeschichte gleichermaßen reflektiert und in Bewegung setzt. Nicht umsonst lautet der Untertitel der Ausstellung "Erinnerung als Zukunft".

Zu den Protagonisten dieser ambitionierten Schau, die mit dem Wasserreservoir unter dem Ausstellungsgebäude sowie dem Sandterrain und Platanenhain auch das weitere Umfeld der Mathildenhöhe neu entdecken wird, gehören Arnold Böcklin, Martin Brüger, Ariane Epars, Joseph Grigely, San Keller/Su Yung Park, Julius Lange, Goshka Macuga, Rémy Markowitsch, Piero Steinle, Tobias Rehberger, Julian Rosefeldt, Henry van de Velde, Paul Weber und viele andere mehr.

Julian Rosefeldt: Mathilda, 2006Alle zeitgenössischen Künstlerinterventionen sind speziell für „Mathilda is calling“ und die Mathildenhöhe entwickelt oder weiterentwickelt worden: der persönliche Einsatz der beteiligten Künstlerinnen und Künstler ist aussergewöhnlich und verspricht ein einmaliges Ereignis von hoher Intensität.

"Meine Eröffnungsausstellung wird die Mathildenhöhe, diesen fulminanten, zuweilen noch unterschätzten Schauplatz der Künste in neuem Licht präsentieren", so Ralf Beil. "Der Titel 'Mathilda is calling' signalisiert den Ruf und das Selbstbewusstsein eines sich unaufdringlich, aber zugleich unüberhörbar auf der Kunstlandkarte zurückmeldenden Ortes." Das im HatjeCantz Verlag erscheinende Katalogbuch zur Ausstellung, herausgegeben von Ralf Beil, vereint Texte von Ralf Beil, Gernot Böhme, Sonja Feßel, Esther Maria Jungo, Eva Meyer-Hermann, Friedrich Kittler, Joseph Maria Olbrich, Rudolf Schmitz, Reinhard Spieler u.a. sowie eine Chronik der Mathildenhöhe 1833-2006 von Sabine Welsch (ca. 200 S., ca. 110 farbige Abb., 19 x 25,5 cm, gebunden mit beigelegter CD, ca. € 30,-).

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