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Zeit im BlickFelix Nussbaum und die Moderne. Jüdisches Museum Frankfurt, 1. Februar bis 23. April 2006 Der 1904 in Osnabrück geborene Maler Felix Nussbaum zählt zu den bekanntesten jüdischen Künstlern seiner Generation. Nach Jahrzehnten der Vergessenheit sind seine Bilder mittlerweile weltberühmt, ein großer Teil seines Werkes ist in dem von Stararchitekt Daniel Libeskind entworfenen Felix-Nussbaum-Haus in Osnabrück zu sehen. Dennoch gilt Felix Nussbaum in der öffentlichen Wahrnehmung vor allem als künstlerischer Dokumentarist der Judenverfolgung, der das Leben im Exil, im Versteck in atmosphärisch dichten Bildern schildert. Seine künstlerische Originalität und die Qualität seiner Malerei wird hierbei oft übersehen. "Seine Bilder fanden zwar Eingang in die Geschichtsbücher, nicht aber in die Kunstgeschichtsschreibung", schrieb der Tagesspiegel treffend.
Nussbaums Bilder der späten 20er und frühen 30er Jahre setzen sich mit zeitgenössischen Tendenzen wie der Neuen Sachlichkeit und dem Magischen Realismus auseinander. Im Gegensatz etwa zu Otto Nagel oder Franz Radziwill, faszinieren ihn auch die rätselhaften Szenarien und die kargen Landschaften der italienischen Pittura Metafisica. So entstehen psychologisch dichte Bilder, manche von düsterer Symbolik geradezu aufgeladen, die wie Vorahnungen drohenden Unheils wirken.
Wir danken den Kollegen vom Felix-Nussbaum-Haus in Osnabrück, die die Ausstellung konzipiert haben, für die produktive Zusammenarbeit und den zahlreichen Leihgebern für Ihre freundliche Unterstützung. |
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