Summer of Love
Psychedelische Kunst der 60er Jahre. Schirn Kunsthalle Frankfurt, 2. November
2005 bis 12. Februar 2006
Psychedelia ist eines der interessantesten, aber auch am stärksten
vernachlässigten Phänomene in der Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts.
"Summer of Love" zeigt erstmals die einzigartige Verbindung zwischen zeitgenössischer
Kunst und populärer Kultur, Werbekultur und Bildsprache des politischen
Protests in den 1960er und frühen 1970er Jahren. Seinen Niederschlag
fand dieser Dialog in einer einzigartigen Ästhetik, welche die gesellschaftliche,
politische, ethnische und sexuelle Befreiung sowie bewusstseinserweiternde
Erfahrungen durch LSD-Experimente zum Ausdruck bringt.
Arbeiten von Andy Warhol, Yayoi Kusama, Raumutopien von Verner Panton,
aber auch Musikvideos von Velvet Underground, Konzertaufnahmen von Deep
Purple sowie ein Programm mit Experimentalfilmen und davon beeinflussten
Hollywood-Produktionen führen das schöpferische und utopische
Potenzial der psychedelischen Kunst in all ihrer Eindringlichkeit vor
Augen und beweisen, wie stark diese auf die Alltagskultur eingewirkt hat.
Die Schirn hat im Vorfeld der Ausstellung in Kooperation mit der Galeria
Kaufhof, Frankfurt, die großangelegte neue Arbeit "Dots Obsession"
von Yayoi Kusama an der Fassade und den Schaufenstern der Galeria Kaufhof
an
der Hauptwache realisiert (bis 7. November). Yayoi Kusama ist eine der
vielseitigsten und international erfolgreichsten Künstlerinnen Japans.
Mit ihren bunten Punkt-Installationen und Objekten sorgt sie seit den 1960er
Jahren für Furore. Die Künstlerin, die in Europa auch als "Polka
Dot Princess" bekannt wurde, überzieht ihre Welt komplett mit
ihren farbenfrohen Punkten: Ganze Räume, Möbel, Menschen lösen
sich in einem Strudel von "Polka Dots" auf.
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