Veranstaltungen der kultur.initiative.rhein.main
April – Juli 2012
Die Veranstaltungen sind kostenfrei. Gäste sind herzlich willkommen.
Anmeldung bitte bis spätestens 3 Tage vor Veranstaltungsbeginn
unter der Faxnummer 069/63304-144 oder unter volker@rattemeyer.de.
Mittwoch, 25. April 2012, 17.45 Uhr
Deutsche Börse, Mergenthaler Allee 61, 65760 Eschborn
Besuch der Fotografie-Ausstellung
'Be here now'
Die Ausstellung ist Teil des Frankfurter Fotografie-Festivals RAY 2012,
an dem die Deutsche Börse als Partner teilnimmt. Präsentiert werden
rund 80 Fotografien der Art Collection Deutsche Börse, die zwischen
1999 und 2011 erworben wurden. Insgesamt werden Werke von 20 namhaften Künstlern
der Sammlung gezeigt, u. a. Anna und Bernhard Blume, Geert Goiris, Jitka
Hanzlová, Candida Höfer, Jürgen Nefzger, Ricarda Roggan,
Stephen Shore und Erwin Wurm. „Be here now“ thematisiert die
besondere Beziehung von Körper, Zeit und Raum in der zeitgenössischen
Fotografie. Die Sonderausstellung zeigt Arbeiten, die den Anachronismus
zwischen Objekt und Raum offenlegen, in denen Gegenstände plötzlich
lebendig, ja fast menschlich erscheinen, oder aber welche, in denen sich
Künstler selbst in ausgewählter Umgebung inszenieren und versuchen,
als Teil derselben zu verschwinden. Dinge des täglichen Lebens werden
als Symptome ihrer Zeit befragt.
Die Ausstellung bildete Ende März den Auftakt von RAY 2012, eines
von Prof. Dr. Herbert Beck, dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der kirm,
ins Leben gerufenen und vom Kulturfonds FrankfurtRheinMain ermöglichten
Kooperationsprojekts aller Institute der Region, die moderne Fotografie
sammeln oder vermitteln, darunter die Art Collection der Deutschen Börse,
die DZ Bank Kunstsammlung, das MMK Frankfurt, der Frankfurter Kunstverein
und das Städelmuseum Frankfurt.
Donnerstag,
31. Mai 2012, 17.30 Uhr
Museum Wiesbaden, Friedrich-Ebert-Allee 2, 65185 Wiesbaden
Besuch der Ausstellung 'Ellsworth Kelly. Schwarz und Weiß'
Ellsworth Kelly zählt zu den wichtigsten Protagonisten der amerikanischen
Gegenwartskunst. Seine Arbeiten gelten als Ikonen einer auf klare geometrische
oder organische Formen reduzierten Bildsprache mit scharfen Konturen und
monochromen Flächen. Am Anfang seines kreativen Arbeitsprozesses steht
immer die Form, die er stets aus realer Anschauung herleitet. Zumeist erprobt
Kelly neue Bildideen in den beiden Farben schwarz und weiß, bevor die gleichen
Formen auch in anderen Farben künstlerische Gestalt erhalten. Aus diesem
Grund finden sich schwarz-weiße Arbeiten in allen Schaffensperioden des
Künstlers und machen etwa ein Drittel seines gesamten künstlerischen
Werkes aus. Die Ausstellung umfasst eine Auswahl von etwa 50 Gemälden
und Reliefs der Jahre 1948 – 2010, ergänzt durch Zeichnungen
und Fotografien. Insbesondere diese Fotografien zeigen einprägsame
Beispiele für Kellys Herleitung künstlerischer Formen aus seiner
Anschauung von Realität.
Anlässlich der Ausstellungseröffnung wurde Ellsworth Kelly am
1. März 2012 der Alexej von Jawlensky-Preis der Landeshauptstadt Wiesbaden
verliehen. Die Ausstellung wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler
und dem Haus der Kunst in München realisiert. Es ist die erste umfassende
Retrospektive der Schwarz-Weiß-Arbeiten von Ellsworth Kelly.
Die Führung wird geleitet von Dr. Jörg Daur, dem Kurator der
Ausstellung und stellvertretenden Direktor des Museums Wiesbaden
Montag, 18. Juni 2012
Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden
18.00 Uhr Führung durch die Murnau-Stiftung
20.00 Uhr Kulturhauptstadt Europa: RUHR.2010 und die Folgen
Vortrag Prof. Dr. Oliver Scheytt
18.00 – 19.30 Uhr
Führung durch die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung
Ob Massenunterhaltung, Kunstwerk oder Dokument: kein anderes Medium hat
das 20. Jahrhundert so geprägt, es so umfassend und authentisch festgehalten
wie der Film. Kein anderes Medium war aber auch je so vom Verlust bedroht
- Verstümmelung, Vernichtung, Zersetzung des Materials haben heute
einen Großteil unseres Filmerbes bereits nachhaltig geschädigt.
Zu retten, was zu retten ist, wiederherstellen, was unverzichtbar ist, erhalten,
restaurieren, rekonstruieren und der Öffentlichkeit zugänglich
machen: das ist die Aufgabe der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung. Seit
April 2009 betreibt die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung in zentraler Lage
der Landeshauptstadt Wiesbaden. Seit April 2009 betreibt die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung
in zentraler Lage der Landeshauptstadt Wiesbaden das Deutsche Filmhaus,
das filmkulturellen Einrichtungen, Interessenvertretungen aus der Filmwirtschaft
sowie Film- und Medienunternehmen ein gemeinsames Domizil bietet.
19.30 – 20.00 Uhr
Get Together
20.00 – 21.30 Uhr
Kulturhauptstadt Europa: RUHR.2010 und die Folgen
Vortrag Prof. Dr. Oliver Scheytt, anschließend Diskussion
Vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2010 waren Essen und das Ruhrgebiet Kulturhauptstadt
Europas. Unter den drei Leitthemen Mythos, Metropole und Europa gab es eine
Fülle von Veranstaltungen und Initiativen in den Programmbereichen
Bilder, Theater, Musik, Sprache, Kreativwirtschaft und Feste. So erzählte
das Programm die Geschichte vom Wandel einer Industrieregion: Ausgehend
vom Mythos Ruhr nahm eine neue Metropole Gestalt an, die Europa mit Kunst
und Kultur in Bewegung bringen sollte.
Prof. Dr. Oliver Scheytt, der ehemalige Geschäftsführer von RUHR.2010
geht in seinem Vortrag auf den Anlass und den Ausgangspunkt des Kulturhauptstadtprojektes
ein. Er berichtet von beispielhaften Projekten wie etwa „Jedem Kind
ein Instrument“, „Pottfiction“, „New Pott“,
den „Ruhr-Atollen“, „MELEZ“ oder den „Local
Heroes“ und er geht ein auf den konzeptionellen, organisatorischen
und finanziellen Rahmen von RUHR 2010, durch den der Ausbau einer kulturellen
Infrastruktur in großem Rahmen möglich wurde mit Projekten wie
z.B. durch dem (Neu)bau des Museum Folkwang Essen, dem Dortmunder U, dem
Ruhrmuseum auf Zollverein oder der Zusammenarbeit der 20 RuhrKunstMuseen
und der Tourismus-Netzwerke. Vor allem aber geht Oliver Scheytt der Frage
nach, was zwei Jahre später als bleibende Wirkung von RUHR.2010
geblieben ist – an realen Projekten und in den Köpfen der Kulturpolitik
und der Menschen.
In der anschließenden Diskussion soll es dann auch darum gehen, was
wir in der Rhein-Main-Region mit ihrer ebenfalls polyzentrischen Kulturlandschaft
aus RUHR.2010 lernen können.
12.
Juli 2012, 18.00 Uhr
Deutsches Filmmuseum, Schaumainkai 41, 60596 Frankfurt
Führung durch das Deutsche Filmmuseum Frankfurt
Mitte August 2011 hat das Deutsche Filmmuseum Frankfurt sein komplett erneuertes
Gebäude eröffnet. Mit einer neuen und attraktiven Dauerausstellung
und einer klaren Architektur ist es zu einem zukunftsgewandten Haus für
Filmkultur geworden. Offene, freie Ausstellungsräume mit vorgelagerten
Lounges öffnen den Blick zur Stadt. Auf einer deutlich vergrößerten
Ausstellungsfläche widmen sich historische Exponate, interaktive Medienstationen
und ein attraktiver Filmraum den Prinzipien des Filmischen Sehens und des
Filmischen Erzählens und machen die Filmsprache für Kulturinteressierte,
Familien, Kinder und Jugendliche sinnlich erfahrbar.
Im Rahmen der Führung durch das Deutsche Filmmuseum lernen wir die
neue Dauerausstellung und die vielfältigen museumspädagogischen
Vermittlungsprogramme kennen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit,
die neue Dauerausstellung über den Film Noir anzusehen.
Vorbereitung einer Publikation über die
Neuorientierung von Museen in der Rhein-Main-Region
Auf der Agenda zahlreicher Museen der Rhein-Main-Region stehen zur Zeit
konzeptionelle Neuausrichtungen, Profilschärfungen und Erweiterungen.
Sie werden durch Sanierungs-, Erweiterungs- oder Neubaumaßnahmen begleitet.
All dies ist Zeugnis vielfältiger Bemühungen, die Rhein-Main-Region
kulturell weiter zu stärken.
Die Kulturinitiative Rhein-Main hat diese Bemühungen zum Anlass genommen,
sich des Themas im Rahmen einer öffentlichen Fachtagung sowie durch
eine Reihe von Museumsbesuchen vor Ort zu widmen.
Die Fachtagung fand am 12. November 2011 im Naturmuseum Senckenberg statt.
Aufgrund des großen Interesses hat die Arbeitsgruppe Museen beschlossen,
eine Dokumentation über diejenigen Museen der Rhein-Main-Region zu
erstellen, die im Zeitraum 2006 – 2016 an einer Neuorientierung arbeiten.
In dieser Dokumentation sollen etwa 50 Museen vorgestellt werden.
Die Ausstellung bildete Ende März den Auftakt von RAY 2012, eines
von Prof. Dr. Herbert Beck, dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der kirm,
ins Leben gerufenen und vom Kulturfonds FrankfurtRheinMain ermöglichten
Kooperationsprojekts aller Institute der Region, die moderne Fotografie
sammeln oder vermitteln, darunter die Art Collection der Deutschen Börse,
die DZ Bank Kunstsammlung, das MMK Frankfurt, der Frankfurter Kunstverein
und das Städelmuseum Frankfurt.